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Von Liebe und Sinnen  
 
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87 Briefe des Curt Friedrich Ernst von Watzdorf sind im „Museum für Unerhörte Liebe“ in Nürtingen aufbewahrt. Bei fast allen geht es um unerwiderte Liebe und um die niedergelegten Sinne.

Spuren von Balthasar Wilhelm Rübling, dem ehemaligen Hauslehrer, konnten 1999 ausfindig gemacht werden. Er ging 1801 als Prediger nach Geislingen, heiratet 1802 die Bürgerstochter Martha Gäbele und führte ein unauffälliges ruhiges Leben. Auf seinem Grab ist heute noch die, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt, rätselhafte Inschrift zu lesen: „Gott belohnte den, der seinen Verstand verliert“.

Curt Friedrich Ernst von Watzdorf nahm als Husarenoffizier an dem Krieg 1870/71 teil. Seine nervliche Zerrüttung nahm immer mehr zu. 1881 starb er, 43-jährig, an seinem Nervenleiden, unglücklich in der Liebe, aber im Vollbesitz aller seiner Sinne. Seine letzten Worte sollen „ die Liebe überdauert, lasst sie stehen, im Park, dort wo sie sind“ gewesen sein. Er verfügte, dass er im Park seine letzte Ruhestätte erhalten solle.




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